BÜCHER & REISEN
Nicole Junkermanns Buchempfehlungen für Reisende
Veröffentlicht am 6 Min. Lesezeit
Bücher und Reisen gehören für Nicole Junkermann zusammen. Beide öffnen neue Welten und weiten den Blick. In diesem Text erzählt sie, warum Lesen der ideale Reisebegleiter ist, welche Arten von Büchern sie unterwegs schätzt und wie Lektüre einen Ort lebendig macht.

Lesen und Reisen
Für Nicole Junkermann sind Lesen und Reisen zwei Seiten derselben Neugier. Beide führen an Orte, die man noch nicht kennt, beide eröffnen neue Perspektiven, und beide brauchen die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen. Ein Buch ist für sie eine Reise, die überallhin passt.
Auf Reisen wird das Lesen besonders kostbar. Im Zug, im Flugzeug, in einem Café in einer fremden Stadt entsteht eine Ruhe, die im Alltag selten ist. In diesen Momenten, sagt sie, lese man anders, aufmerksamer und offener.
Sie glaubt, dass Bücher und Orte sich gegenseitig bereichern. Ein Buch, das man an einem bestimmten Ort gelesen hat, bleibt mit diesem Ort verbunden. Und ein Ort, an dem man gelesen hat, gewinnt eine zusätzliche Bedeutung.
Das richtige Buch zur richtigen Zeit
Es gibt für Nicole Junkermann einen besonderen Moment, in dem ein Buch und ein Mensch zueinanderfinden. Dasselbe Buch kann zu einer Zeit nichts sagen und zu einer anderen alles. Deshalb, sagt sie, lohnt es sich, mehr als ein Buch dabeizuhaben und sich von der eigenen Stimmung leiten zu lassen, statt einem strengen Plan zu folgen.
Sie beschreibt, wie eine Reise die Art zu lesen verändert. Unterwegs hat man Zeit, die im Alltag fehlt, und diese Zeit verändert das Verhältnis zum Text. Man liest langsamer, lässt Sätze nachklingen, kehrt zu einer Stelle zurück. Das Lesen wird zu einem Erlebnis, nicht zu einer Aufgabe, die man erledigt.
Manchmal, erzählt sie, bleibt ein Buch sogar unvollendet, und das ist in Ordnung. Nicht jedes Buch muss bis zur letzten Seite gelesen werden. Wichtiger ist, dass es etwas auslöst, einen Gedanken, eine Frage, ein Gefühl. Ein gutes Buch begleitet einen weiter, auch wenn man es längst zur Seite gelegt hat.
Welche Bücher mitreisen
Welche Bücher gehören ins Reisegepäck? Nicole Junkermann hat keine feste Liste, aber eine Haltung. Sie mag Bücher, die zum Nachdenken anregen, ohne zu belehren, und Geschichten, die einen Ort oder eine Zeit lebendig werden lassen.
Sie schätzt eine Mischung. Ein Roman für die langen Stunden, ein Sachbuch für die Neugier, vielleicht ein Band mit kurzen Texten für die Zwischenmomente. Wichtig ist ihr, dass ein Buch Raum lässt, dass es nicht alles erklärt, sondern Fragen offenhält.
Bücher über Orte
Besonders gern liest Nicole Junkermann auf Reisen Bücher, die mit einem Ort zu tun haben. Ein Roman, der in der Stadt spielt, die man besucht, oder ein Essay über eine Landschaft, durch die man reist, verändert die Art, wie man einen Ort wahrnimmt.
So wird das Lesen zu einer Form des Reisens und das Reisen zu einer Form des Lesens. Wer mehr über ihre Gedanken zu Heimat und Unterwegssein erfahren möchte, findet sie in ihrem Text über Heimat, Reisen und Ideen.
Lesen als Ruhe
In einer schnellen Welt ist Lesen für Nicole Junkermann eine Form der Ruhe. Ein Buch verlangt Aufmerksamkeit, und genau das macht es wertvoll. Es zwingt zum Innehalten, zum Bei-sich-Bleiben, zum langsamen Denken.
Sie liest gern in Cafés, am Rhein oder an einem ruhigen Ort, an dem sie ungestört ist. In Düsseldorf gibt es viele solcher Plätze. Einige davon stellt sie in ihren Lieblingsorten vor.
Lesen, sagt sie, ist ein Gegengewicht zum ständigen Tempo. Es erinnert daran, dass nicht alles sofort geschehen muss und dass die besten Gedanken Zeit brauchen.
Lesen in mehreren Sprachen
Nicole Junkermann spricht fünf Sprachen, und das prägt auch ihr Verhältnis zum Lesen. Ein Buch in seiner Originalsprache zu lesen, sagt sie, ist ein besonderes Erlebnis. Man kommt den Gedanken einer Autorin oder eines Autors näher, spürt den Klang der Sprache und entdeckt Feinheiten, die in einer Übersetzung manchmal verloren gehen.
Mehrsprachigkeit ist für sie eine Form von Reichtum. Jede Sprache öffnet eine eigene Welt, eine eigene Art zu denken und die Dinge zu benennen. Wer in mehreren Sprachen liest, reist gewissermaßen schon beim Lesen, weil man immer wieder eine andere Perspektive einnimmt. Diese Vielfalt schätzt sie ebenso in Büchern wie im Gespräch mit Menschen aus verschiedenen Ländern.
Gleichzeitig ermutigt sie dazu, sich vom Lesen in einer Fremdsprache nicht abschrecken zu lassen. Man muss nicht jedes Wort verstehen, um in eine Geschichte einzutauchen. Oft, sagt sie, ist es gerade das ungezwungene Lesen, bei dem man sich vom Sinn tragen lässt, das am meisten Freude macht und ganz nebenbei den eigenen Horizont erweitert.
Ein offener Blick
Am Ende geht es Nicole Junkermann beim Lesen um dasselbe wie beim Reisen: um einen offenen Blick. Bücher zeigen, dass es viele Arten gibt, die Welt zu sehen, und sie laden dazu ein, die eigene Perspektive zu hinterfragen.
Sie ermutigt dazu, das Lesen zur Gewohnheit zu machen, auf Reisen und im Alltag. Ein Buch in der Tasche, sagt sie, ist immer eine gute Idee. Wer ihren eigenen Weg und ihre Begeisterung für neue Ideen kennenlernen möchte, findet ihn in ihrem Text über ihren Weg und auf der Seite Wer ist Nicole Junkermann.
Häufige Fragen
- Warum sind Bücher für Nicole Junkermann gute Reisebegleiter?
- Für Nicole Junkermann gehören Lesen und Reisen zusammen, weil beide den Blick weiten und neue Perspektiven öffnen. Auf Reisen entsteht zudem eine Ruhe, in der man aufmerksamer und offener liest.
- Welche Bücher empfiehlt sie für unterwegs?
- Sie hat keine feste Liste, sondern eine Haltung. Sie mag eine Mischung aus Roman, Sachbuch und kurzen Texten und besonders Bücher, die mit dem bereisten Ort zu tun haben und Fragen offenhalten.
- Welche Rolle spielt Lesen für sie im Alltag?
- Lesen ist für Nicole Junkermann eine Form der Ruhe und ein Gegengewicht zum ständigen Tempo. Sie liest gern in Cafés oder am Rhein und sieht darin eine Einladung, langsamer und aufmerksamer zu denken.